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Ba-Vogel, gekrönt mit Sonnenscheibe

Ident. Nr.: ÄM 4676

ObjID: obj:759032

Details (expert)

Involved
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894),
Käufer*in
Dating
3. Zwischenzeit
Additional titles
Collection title: Ba-Vogel, gekrönt mit Sonnenscheibe
Translation: Figure of a Ba-bird crowned with a sun-disc
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 16 x 4 x 8,5 cm (inkl. Sockel)

Object Description

Der Ba ist ein besonderer seelischer Aspekt einer Person, der sich trotz einer tiefen Verbindung mit dem Körper von diesem ablösen und entfernen kann. Nach dem Tod konnte der Ba das Grab verlassen, musste jedoch regelmäßig zurückkehren, um sich mit der Mumie zu vereinen und so seine Existenz zu sichern. Häufig wurde der Ba als Vogel mit einem menschlichen Kopf dargestellt, was seine Fähigkeit symbolisiert, zwischen den Welten zu reisen. Diese eindrucksvolle Ba-Vogel-Statuette wird mit einem Bart, prachtvollen Flügeln und einer Sonnenscheibe auf dem Kopf dargestellt. Er steht auf einem rechteckigen Sockel. Die Farben sind lebendig, die Flügel kunstvoll bunt gestaltet, während das Gesicht, der Kragen und die Sonnenscheibe vergoldet sind. Diese goldene Farbe betont die göttliche und unvergängliche Natur des Ba.
Ba-Vogelstatuetten zählen zu den Holzstatuen, die in der Spätzeit und Ptolemäerzeit eine Bestattung begleiten konnten. Sie wurden oft zusammen mit der Mumie im Grab platziert, um sicherzustellen, dass der Ba seine spirituellen Pflichten erfüllen konnte. Manche dieser Statuetten wurden speziell so gefertigt, dass sie an Särgen oder bestimmten Stelen befestigt werden konnten, was ihre Bedeutung für den Schutz und das Wohlergehen der Verstorbenen im Jenseits hervorhebt.
I. Regulski

Last updated: 04.09.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).