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Mumientuch eines jungen Mannes

Ident. Nr.: ÄM 11651

ObjID: obj:762226

Details (expert)

Involved
Heinrich Brugsch (18.2.1827 - 9.9.1894),
Grabungsleiter*in
Rudolf Mosse (8.5.1843 - 8.9.1920),
Mäzen*atin
Dating
Römische Kaiserzeit
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 240 x 129 x 2 cm

Object Description

Die Bemalung des Leichentuchs zeigt den Verstorbenen zwischen den Göttern Osiris, hier als Mumie dargestellt, und Anubis. Er ist mit einem Vollbart abgebildet und hält in seiner linken Hand einen Blumenstrauß, während er mit der Rechten Osiris einen Krug reicht. Anubis legt seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Verstorbenen und führt ihn in Richtung Osiris.
Zwischen den Köpfen der drei lebensgroßen Hauptfiguren befindet sich links eine Darstellung von Anubis an der Bahre des Osiris und rechts ein knieender Thot, welcher eine Waage und einen Schlüssel in den Händen hält.

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).