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Kanope der Ta-baket-en-ta-aschket, genannt Ta-mit, mit Deckel (Schakalkopf)

Ident. Nr.: ÄM 20148

ObjID: obj:765572

Details (expert)

Involved
Georg Möller (5.11.1876 - 2.10.1921),
Grabungsleiter*in
Dating
Takelot II.
Datierung engl.: 3rd Intermediate Period, mid 9th century BCE
Additional titles
Collection title: Kanope der Ta-baket-en-ta-aschket, genannt Ta-mit, mit Deckel (Schakalkopf)
Translation: Canopic Jar of Ta-baket-en-ta-ashket with Lid Shaped as a Jackal Head
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 38,5 x 13 x 15,5 cm

Object Description

Dieser sogenannte „Kanopenkrug“ diente zur Beisetzung des mumifizierten Magens der Verstorbenen, einer Enkelin von Pharao Takelot II. Der Schakalskopf des Deckels verweist dabei auf den Horussohn Duamutef, der mit seinen drei Brüdern für den Schutz der Eingeweide zuständig war. Ein vollständiges Set Kanopen besteht aus vier Krügen.
Jan Moje

Last updated: 16.12.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).