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Rollsiegel mit dem Name einer Privatperson

Ident. Nr.: ÄM 15261

ObjID: obj:765981

Details (expert)

Involved
James Simon (1904),
Mäzen*atin
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Kaufvermittler*in
Dating
2. Dynastie
Datierung engl.: 2nd Dynasty
Additional titles
Collection title: Rollsiegel mit dem Name einer Privatperson
Translation: Cylinder seal inscribed with the name of a private person
Geographical references
Material / Technique
Basalt (Material / Stein)
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 1,7 x 1,8 cm

Object Description

Frühe Belege der ägyptischen Schrift finden sich auf Rollsiegeln. Auf ihnen erscheinen in der Regel Namen von Privatpersonen in Verbindung mit göttlichen Kreaturen – wie auf dem hier gezeigten Exemplar zu sehen. Obwohl die Inschrift nicht in Gänze verständlich ist, lässt sich wenigstens ein Bestandteil des Namens identifizieren, der eine Standarte mit den gekreuzten Pfeilen zeigt: Hierbei handelt es sich um einen frühen Beleg für die Göttin Neith.
(R. Kuhn)

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).