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Mumienmaske der Ta-Scherit-en Hor

Ident. Nr.: VÄGM 1983/017

ObjID: obj:770583

Details (expert)

Dating
Ptolemäerzeit
Datierung engl.: Ptolemaic Period
Additional titles
Collection title: Mumienmaske der Ta-Scherit-en Hor
Translation: Mummy mask of Tasheritenhor
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 43 x 22 x 27,5 cm

Object Description

Bereits im Mittleren Reich wurden die Köpfe der Mumien mit Masken aus Kartonage bedeckt. Im Neuen Reich wurde der ganze Körper des Verstorbenen in einer bemalten Mumienhülle aus Kartonage oder stuckierter Leinwand eingeschlossen. In der Ptolemäerzeit wiederum wurden Mumienmasken wie diese, mit typisierten Gesichtszügen, und einzelne auf dem Körper der Mumie verteilte Kartonageteile verwendet. Das Lächeln zusammen mit den ausdruckslosen Zügen sind typische Charakteristika der Ptolemäerzeit. Die Vergoldung weist darauf hin, dass Ta-scherit-en-Hor einer wohlhabenden Familie angehört haben muss. Des Weiteren symbolisiert das Gold die Vereinigung der Verstorbenen mit dem Sonnengott. Über der Stirn ist an einem roten Band ein Udjat-Auge angebracht. Dieses magische Auge des Horus, das der Sage nach von Seth verletzt und von Thot wieder geheilt wurde, gilt als Schutzsymbol. Zwischen den beiden Ausläufern der Perücke auf der Brust ist in versenktem Relief ein breiter Halskragen mit Reihen verschiedenartiger floraler und geometrischer Elemente angedeutet. Auf dem Kopf der Maske der Ta-scherit-en-Hor ist ein geflügelter Skarabäus, das Symbol der aufgehenden Sonne, dargestellt, der die Sonnenscheibe sowie den Schen-Ring mit zwei Sechem-Zeptern hält. Darunter befindet sich ein umlaufendes, goldenes Band mit einer hieroglyphischen Inschrift, die den Totenbuchspruch 151 „Spruch, um zu veranlassen, dass der Kopf zum Verklärten herabsteigt“ wiedergibt. Auf der Rückseite befinden sich elf Kolumnen einer kursivhieroglyphischen Inschrift des Totenbuchspruchs 162 „Spruch, um eine Flamme unter dem Kopf des Verklärten entstehen zu lassen“. Die Vignette über dem Text zeigt in der Mitte eine Kuh mit einer Krone, bestehend aus zwei Federn und Sonnenscheibe, die ein Menit um den Hals trägt. Zu ihrer Linken steht eine Göttin, deren Kopf aus einer Sonnenscheibe mit Udjat-Auge besteht und die ein Anch-Zeichen hält. Vor ihr befindet sich ein Schemes-Zeichen. Zur Rechten steht die Verstorbene in anbetendem Gestus vor einem Opfertisch mit einem Gefäß darauf. Über der Kuh sieht man die geflügelte Sonnenscheibe mit einem Udjat-Auge.
(J. Jancziak)

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Hor-chebt, Priester der Isis

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Die Statue ist in sitzender Position auf einem massiven, blockhaften Stuhl wiedergegeben. Sie trägt ein bis zu den Knöcheln reichendes, glattes Gewand, das keine weiteren Details erkennen lässt. Oberkörper und Füße sind heute leider verloren, die erhaltene Oberfläche wurde teilweise stark beschädigt. Beide Unterarme ruhen auf dem Schoß mit noch in Ansätzen erhaltenen Händen, der Dargestellte hielt einst ein heute nahezu völlig zerstörtes, göttliches Emblem vor sich, den Inschriften nach zu urteilen wohl eine Manifestation einer der in den Hieroglypheninschriften genannten Gottheiten. Die somit als theophor zu bezeichnende Statue ist daher in den Kontext einer Tempelstiftung zu verorten. An beiden Seiten des Sitzes befinden sich jeweils vier Zeilen eines eingravierten Hieroglyphentexts, während die Sockelzone und der oberhalb der niedrigen Rückenlehne ansetzende, schmale Rückenpfeiler unbeschriftet geblieben sind. Die Inschrift der linken Seite lautet: „Der König gebe ein Opfer an Osiris-den-Herrscher, zu-Gast-im-Fayûm, damit jener gebe ein Totenopfer den Ka des Priesters der Isis, Wärters des Horus, Priesters der Bastet (namens) Hor-achbit, Sohnes des Gleichbetitelten Harsomtus.“ Die Inschrift der rechten Seite lautet: „Der König gebe ein Opfer an Sobek von Schedet, damit jener gebe ein Totenopfer den Ka des Priesters des Sobek-Horus, Dieners im Tempel-Sanktuar, berichterstattenden Priesters, der seinen Herrn ankleidet im Tempel von Krokodilopolis (namens) Hor-achbit, Sohnes des Gleichbetitelten Harsomtus.“Ein lokaler Priester namens Hor-achbit hat also nach Auskunft der Inschriften diese Statue gestiftet. Er war den Titeln gemäß für zahlreiche Gottheiten zuständig, wenn auch Ämterhäufungen in der Spätzeit nicht unbedingt der Realität entsprochen haben müssen und jene vielleicht teilweise eher Rang- denn Amtstitel waren. Priester der Isis, als Mutter des Sobek von Schedet, sind im Fayûm nur äußerst selten belegt. Auch für Bastet-Priester sind nur zwei weitere Belege vorhanden, so dass diese Statue eine wichtige Quelle für das spätzeitliche Kultgeschehen im Fayûm darstellt, zumal wir vom Haupttempel von Schedet in dieser Zeit nicht allzuviel wissen. Hor-achbit selbst ist aus anderen Quellen übrigens bislang nicht bekannt.Die Nennung von Schedet als Kultort einer Lokalform des krokodilgestaltigen Gottes Sobek verweist dabei auf die ursprüngliche Aufstellung. In diesem Ort im Fayûm, griechisch Krokodilopolis, heute Medinet al-Fayûm, wurde die Statue von Heinrich Brugsch gefunden. Dies spricht dafür, dass sie einst in den Ortstempel des lokalen Sobek in der Hauptstadt des Fayûm gestiftet worden sein dürfte(Jan Moje)

Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).