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Gang durch die Glaskugel

Ident. Nr.: N (32 I) 28/2003

ObjID: obj:800329

Details (expert)

Involved
Jutta Bockhacker,
Vorbesitzer*in
Dating
um 1800
Material / Technique
Öl auf Leinwand, Karton, Holz
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 75,5 x 91 x 3,5 cm
Bildmaß: 62,2 x 78,1 cm

Object Description

Querformatiges Mahnbild mit Darstellung eines Kreises, an dessen Anfang ein junges Paar hineingeht und auf der anderen Seite ein altes Paar hinaustritt. In der Mitte ein Segelschiff. Symbole: blühende Blumen beim jungen Paar, verwelkende Pflanzen beim alten Paar, das mit einer Sanduhr in der Hand auf ein geöffnetes Grab zuschreitet. Sinnbild für den Gang durch das Leben. Text: "Nun wohlauf frisch angetreten, Vater Ihr solt seyn gebeten. / Sagt mir doch wies gehen solt, da Ihr seyd durchwandert wohl?/ Alle unsere beste Tage, sind nur Kummer Jammer Klage/ Alle unsre beste Zeit, ist nur Müh und Hertzeleid."
Der Zierrahmen besteht aus flachen Holzleisten, die braun lasiert und mit einem einfachen goldfarbenen Schablonenornament mit Ahornblättern und Blüten verziert sind.

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."