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Ident. Nr.: N (30 B 90) 887/1992

ObjID: obj:819082

Details (expert)

Dating
1. Hälfte 19. Jh.
Geographical references
Material / Technique
Metall, Menschenhaare, Elfenbein, Glas
Dimensions
Höhe x Breite: 5 x 4 cm

Object Description

Die querrechteckige Brosche hat eine Goldumrandung und einen seitlich angesetzten gekordelten Draht. Auf dem hinter Glas eingelegten vorgemalten Elfenbeinplättchen ist eine Landschaft mit einer Trauerweide und einem Grabstein mit Urne gestaltet. Die Bäume bestehen aus Haarstaub, die Stämme und der Grabstein aus Haarsträhnen. Auf der Rückseite der Brosche ist eine Nadel als Verschluss angebracht.

Im Zuge der Aufklärung entwickelte sich nach 1800 ein Bewusstsein für das Individuum.
Zahlreiche Schmuckstücke, deren Besonderheit das Material Haar ist, zeigen als Zeichen der privaten Erinnerungskultur Motive wie Trauerweiden und Freundschaftsaltäre.

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.