Logo

Demotischer Papyrus mit einer Verkaufsurkunde über Grabliturgien

Ident. Nr.: P 3107

ObjID: obj:822726

Details (expert)

Additional titles
Collection title: Demotischer Papyrus mit einer Verkaufsurkunde über Grabliturgien
Translation: Demotic papyrus with a sale contract regarding funeral liturgies
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite: 27,3 x 26,7 cm

Object Description

Auf diesem Papyrus hat sich in demotischer Sprache und Schrift eine Verkaufsquittung erhalten.
Der Choachyt des Amun von Karnak Panas und seine Mutter(?) Senimouthes veräußern an den Arbeitskollegen Osoroeris ihre Verpflichtungen an bestimmten Grabstätten und den darin liegenden Mumien hinsichtlich der notwendigen Grabliturgien. Auf der Rückseite haben 16 Zeugen die Richtigkeit des Vertrages bestätigt. Es handelt sich hier um die Quittung, die sog. Geldbezahlungsschrift. Dazu gehörte noch die Abstandsschrift, in der der Verkäufer von allen künftigen Ansprüchen zurücktritt, diese ist aber derzeit nicht bekannt.
J. Moje

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Additional items from the collections

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).