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Christus am Ölberg

Ident. Nr.: 359

ObjID: obj:867146

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Caravaggio (Michelangelo Merisi) (1571 - 1610),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: um 1603
Systematics/Type
Additional titles
Christus am Ölberg
Translation: Christ on the mount of olives
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Italien,
Land
Material / Technique
Leinwand
Dimensions
Bildmaß: 154 x 222 cm
Acquisition
1815 Ankauf mit der Sammlung der italienischen Adelsfamilie Giustiniani

Object Description

Das Gemälde zeigt Christus mit seinen Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes im Garten Gethsemanes am Ölberg. Caravaggio wählte jedoch nicht den üblicherweise dargestellten Moment des Gebets, bei welchem Jesus bittet, daß der Kelch (des Leidens) an ihm vorübergehe, sondern eine nur bei Matthäus (26, 40-41) und Markus (14, 37-38) geschilderte Szene, in der er die einschlafenden Jünger zum Wachen drängt: "und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach." (hier zitiert nach Matthäus). Das Bild wird sowohl in dem 1621, nach dem Tode des Kardinal Benedetto Giustiniani angelegten Inventar erwähnt: "Un quadro di nostro Signnore nel orto con l' apostoli che dormeno e cornice negro", als auch in dem Inventar aus dem Jahre 1638, das nach dem Tod des Marchese Vincenzo Giustiniani durch weitere Informationen ergänzt wurde: "Un quadro grande in forma di sopraporta con Christo nell'Horto che riprende gli Apostoli dormienti depinto in tela pal. 10 alto pal. 7 di mano di Michelang.o da Caravaggio con sua cornice negra profilata e rabescata d' oro." Aus der ausführlichen Eintragung von 1638 geht die Autorschaft Caravaggios ebenso hervor wie die Anbringung als "sopraporta". Die Provenienz legt eine Entstehung in seine römische Zeit nahe, vermutlich in die Jahre 1604-1606, am Ende seines Aufenthaltes, eine Datierung die erstmals Hermann Voss (1923) aus stilistischen Gründen vorschlug und die bis dahin breite Akzeptanz fand. Das Motiv des im Vordergrund gelagerten Petrus geht vermutlich auf die antike Statue der Kleopatra zurück, die Caravaggio in einem Seitensaal des Belvederes im Vatikan, der sogenannten "stanza della Cleopatra" gesehen haben könnte.

Vermutlich im Mai 1945 im Leitturm des Flakbunkers im Berliner Friedrichshain vernichtet.
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Most likely destroyed in May 1945 in the control tower of the flak tower in Berlin Friedrichshain.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Gemäldegalerie

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Allegorie auf Friedrich den Großen als Gründer des deutschen Fürstenbundes

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Im Katalog der Berliner Akademieausstellung von 1787 (als Nr. 2) wird das Gemälde folgendermaßen beschrieben: „Der Fürstenbund. Friedrich der Zweite, der mit einer Fackel die Waffen des Krieges angezündet hat, umwindet mit dem friedlichen Oehlzweige, den ihm die Staatsklugheit vorhält, das Bund Wurfpfeile, welches ihm von der Göttin Deutschlands dargereicht wird, hinter dieser steht die Göttin der Eintracht, die man an ihren beiden zusammengeschlungenen Fruchthörnern erkennet.“Der deutsche Fürstenbund wurde auf Anregung Friedrichs des Großen im Jahre 1785 gegründet. Anlass war ein Gesuch des bayerischen Erbfolgers, Herzog Karl von Pfalz-Zweibrücken, um Schutz vor dem Drängen Kaiser Josephs II., Bayern im Tausch gegen die österreichischen Niederlande an das Haus Habsburg abzutreten.Ein Kontrakt zwischen Preußen und den Kurfürstentümern Hannover und Sachsen gründete den Bund, dem sich auch kleinere Länder schnell anschlossen. Die Koalition zerfiel beim Tod des Preußenkönigs im August 1786. Das Gemälde basiert auf Anregungen des mit Rode befreundeten Lyrikers und Logik-Professors an der Berliner Kadettenanstalt, Karl Wilhelm Ramler. Es gehört zu der sogenannten Fridericiana, einer losen Folge von nachträglich zur Serie erklärten Gemälden Rodes, die zwischen 1786 und 1795 entstanden und sich bildkünstlerisch mit der Biografie Friedrichs des Großen (1712–1786) befassen. Die Fridericiana folgt ideologisch der Brandenburgiana, einer zwischen 1757 und 1763 entstandenen Serie von Gemälden Rodes mit Ereignisdarstellungen aus der brandenburgisch-preußischen Geschichte. SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. am Altar: B. Rode 1786

Allegorie auf Friedrich den Großen als Perseus

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Das Gemälde basiert thematisch auf einer „Anleitung zum Gebrauch allegorischer Personen für bildende Künstler“ des mit Rode befreundeten Lyrikers und Logik-Professors an der Berliner Kadettenanstalt, Karl Wilhelm Ramler: „Die Göttin der Weisheit zeigt dem gewaffneten Helden in ihrem spiegelhellem Schilde was hinter seinem Rücken vorgeht: er sieht darin eine schlangenhaarige Göttin schlafen. Sogleich zieht er seinen Degen, noch ehe sie wach wird“. Die Dynamik des Vorgangs wird am rechten Bildrand durch den rücklings ausweichenden geflügelten Genius mit dargebotener Rüstung, Waffe und Lorbeerkranz hervorgehoben. Dazu bietet die dramatische Wolkenlandschaft des Hintergrundes den geeigneten bildkünstlerischen Resonanzraum für die sinnbildliche Darstellung der bedeutenden historischen Entscheidung Friedrichs des Großen, unangekündigt in Sachsen einzumarschieren und damit den später so bezeichneten Siebenjährigen Krieg (1756–1763) zu beginnen. Das Gemälde gehört zu der sogenannten Fridericiana, einer losen Folge von nachträglich zur Serie erklärten Gemälden Rodes, die zwischen 1786 und 1795 entstanden und sich bildkünstlerisch mit der Biografie Friedrichs des Großen (1712–1786) befassen. Die Fridericiana folgt ideologisch der Brandenburgiana, einer zwischen 1757 und 1763 entstandenen Serie von Gemälden Rodes mit Ereignisdarstellungen aus der brandenburgisch-preußischen Geschichte. SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. an der Schwertscheide: B. Rode 1789

Bettelmusikanten

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