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Flora bekränzt einen Affen

Ident. Nr.: M.236

ObjID: obj:870147

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Joseph Werner (1637 - 1710),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: 1685
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Flora bekränzt einen Affen
Translation: Flora wreathes a Monkey
Dimensions
Bildmaß: 10 x 8,4 cm
Acquisition
1894 Überweisung aus dem Kupferstichkabinett Berlin

Object Description

Scheinbar bedrückt vom prosaischen Geist seiner Berner Heimat schuf Werner die Gouache. Ein kräftiger Baumstamm, von Ranken bedeckt, üppige Wipfel am Horizont, ein aufwendiges Bouquet sowie reife Früchte bezeichnen einen Höhepunkt allgemeiner Vollkommenheit. Das mit einer Faunsmaske geschmückte Postament trägt nur eine leere Plinthe, allenthalben bleiben kleinere Beschädigungen sichtbar.
In dieser bildgewordenen Mahnung, sich der Vergänglichkeit bewusst zu werden, lagert Flora, die Göttin des Frühlings und der Blüten. Sie scheint zu einem marmornen Bildwerk erstarrt. Einzig der ihr Haupt bedeckende Blumenkranz entzieht sich der manierierten Kälte. Einen solchen bestimmt Flora anscheinend ohne Anteilnahme dem blöd glotzenden Affen, dessen Gattung seit alters den eitlen Nachahmungstrieb und das Bösartige symbolisiert. Diese groteske Krönungsszene muss als eine Allegorie der stattgehabten Blüte der Dummheit gelesen werden.
Schon am 9. Dezember 1689 gelangte die Miniatur in die kurbrandenburgische Kunstkammer (als Nr. 62) im Berliner Schloss.| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017

SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. auf der Rückseite: JWerner. / fecit. Ao, 1685. (JW verbunden)
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Werner appears to have created the gouache because he was depressed by the prosaic mentality of his Bern home. A powerful tree-trunk covered with tendrils, luxuriant tree-tops on the horizon, a lavish bouquet and ripe fruits form a high point of general perfection. The pedestal decorated with a faun carries only empty plinths, and there are small ruins everywhere. Flora, the goddess of spring and blossoms, is reclining in this pictorial scene, warning us that we should be aware of transience. She seems frozen, like a marble sculpture. Only the garland on her head escapes from the mannered chill. Flora, without any apparent interest, is giving another garland to the stupidly staring monkey, a species that had always stood for a vain instinct to imitate, and that symbolises evil. This grotesque coronation must have been read as an allegory of past folly. This miniature was in the Kurbrandenburgische Kunstkammer in the Berlin Stadtschloss as early as 9 December, 1689 (as picture no. 62).| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2017

Last updated: 28.07.2026

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Institution:

Gemäldegalerie

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