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Heilige Sippe

Ident. Nr.: K 2387

ObjID: obj:888781

Details (expert)

Date(s)
2. Drittel 15. Jahrhundert
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Deutschland
Material / Technique
Ton, gebrannt
Dimensions
Durchmesser: 12
Durchmesser: 10,6 cm (Darstellung)

Object Description

Derartige Tonmodel dienten vor allem der Herstellung von festtäglichem Backwerk, das zu kirchlichen Festen, Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen hergestellt wurde. Aber auch ihre Verwendung für die Anfertigung von Reliefs aus Papiermaché oder zur Glockenzier ist nachgewiesen. Ursprungsform für die oft in zahlreichen Exemplaren vervielfältigten Backmodel aus gebranntem Ton waren zumeist Patrizen aus Speckstein oder Solnhofener Kalkstein (sog. "Kuchensteine").
Dieses Model zeigt die "Heilige Sippe", die legendäre Verwandtschaft Christi, ausgehend von seiner im Zentrum dargestellten Großmutter Anna mit ihren drei Töchtern, die alle den Namen Maria trugen. Auf einer Bank stehen zur Rechten der Anna das Jesuskind und die Knaben Johannes Ev. und Jakobus d.J., zu ihrer Linken Jakobus d.Ä., Barnabas, Simon und Judas Thaddeus. Die Kinder halten Spruchbänder mit ihren Namen in den Händen. Hinter der Bank erscheinen, ausgewiesen durch Namensbeischriften, zur Rechten Annas ihr Gemahl Joachim, die Gottesmutter Maria sowie Zebedäus und Maria Salome und zur Linken Annas Kleophas und Maria Kleophae. Im Sternenhimmel am oberen Bildrand erscheinen zwei musizierende Engel. LL

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR