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Deckelkrug in Birnform mit Wappen der sächsischen Familie von Schönleben

Ident. Nr.: M 2401

ObjID: obj:893449

Details (expert)

Date(s)
um 1670
Dimensions
Höhe: 23 cm
Durchmesser: 8,5 cm (unten)

Object Description

Der aus dem Altbestand des Kunstgewerbemuseums stammende birnförmige Krug hat einen teils farbig bemalten Reliefdekor aus schrägen Zierbändern, Kerbmuster und Palmetten. Deckel, Deckelhandhabe und Fußring sind aus Zinn gefertigt. Das Hauptmotiv bildet das Wappen der sächsischen Familie von Schönleben: Der Schild ist quadriert und zeigt die Motive Jungfrau/Engel, Löwe, Keilerkopf und drei Kugeln. Angehörige der Familie stellten Bürgermeister der Stadt Freiberg, so auch Jonas von Schönleben. Der Dresdener Forscher Josef Horschik vermutete, dass der Krug um 1670/80 für ihn angefertigt und in Freiberg durch Samuel Günther den Ä. montiert wurde (diesbezügliche Korrespondenz im Archiv KGM). Den Zinndeckel ziert ein Blumenrelief.
ClKa

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR