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Falke

Ident. Nr.: F 2773 h

ObjID: obj:895123

Details (expert)

Date(s)
1. Hälfte 14. Jahrhundert
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Paris
Material / Technique
Glas, farblos; Schwarzlot, gelbe Cirage
Dimensions
Höhe x Breite: 8,3 x 5,7 cm

Object Description

Das Muster aus Widerkreuzen und Kringeln sowie die Figur des Falken wurde aus dem deckenden Überzug des Glasträgers radiert, die Binnenzeichnung mit dem Pinsel ausgeführt. Vergleichbare Vogelmotive finden sich unter den 1305/10 entstandenen Illustrationen zum Lehrbuch Kaiser Friedrichs II. über die Falkenjagd in der Bibliothéque Nationale in Paris.
Das Werk gehört zu einer kleinen Gruppe von Scheiben, deren Herkunft aus einer der Seitenkapellen der Kathedrale Nôtre-Dame in Paris überliefert ist und die über die Sammlung von Albert Figdor in Wien in den Besitz des Berliner Kunstgewerbemuseums gelangt sind. Neben diesem Werk zählen dazu auch Inv. Nr. F 2381 d, F 2773 e, F 2773 f, F 2773 g und F 2773 d. LL
CVMAQ 98732

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR