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Robe à la Française aus Silberlamé

Ident. Nr.: 2003,KR 56 a-e

ObjID: obj:895562

Details (expert)

Date(s)
1760-1765
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: England
Dimensions
Länge: Manteau VL.140 cm; RL.158 cm cm
Länge: Rock VL./RL. 100 cm cm
Länge: Stecker 55 cm
Länge: Schuhe 22,5 cm

Object Description

Bei offiziellen Anlässen richteten sich die Damen europaweit nach der neuesten französischen Mode und trugen eine "robe à la française" mit loser Rückenfalte und seitlich ausschwingendem ovalen Rock. Dieses Kleid ist aus kostbarem, im englischen Spitalfields gewebtem Silberlamé gefertigt. Die Kanten seines Überkleides, "manteau", sind von der Schulter bis zum Saum mit gefältelten und ab der Taille mit s-förmig umeinander gewundenen Bändern besetzt, ein reich geschmückter Stecker ziert das Dekolleté und der Rock zeigt einen geschwungenen Volantbesatz mit großen Quasten aus Metalllahn. ChrW

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR