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Gelbes Tanzkleid bestickt mit goldfarbenen Perlen

Ident. Nr.: 2003,KR 396 a,b

ObjID: obj:895803

Details (expert)

Date(s)
um 1927
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Frankreich
Dimensions
Länge: Oberteil, VL./RL. 58 cm
Länge: Rock, VL./RL. 107 cm

Object Description

In geschicktem Trompe-l'oeil täuscht dieses zweiteilige Kleid ein durchgängig geschnittenes Modell vor. Das ärmellose Oberteil mit spitzem Ausschnitt ist hemdförmig geschnitten und vollständig mit kleinen goldfarbenen Perlen in Tambourierarbeit bestickt. Dekolleté, Armausschnitte und Saum sind mit Bordüren aus aufgereihten langen Stabperlen mit Silbereinzug abgesetzt. Die Seitennähte sind in Hüfthöhe ganz leicht gezogen, der asymmetrische Rock am gerade geschnittenen Unterkleid in Hüfthöhe befestigt. Im Rücken fällt er glatt, vorn liegt er doppelt. Das Überschlagteil ist kürzer und fällt links in lockeren Falten herab. ChrW

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR