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Vase mit Fuchsienzweigen

Ident. Nr.: O-1972,146

ObjID: obj:900949

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Vereinigte Lausitzer Glaswerke AG (1889),
Glashütte
Date(s)
Ausführung: 1918-1929
Geographical references
faktischer Entstehungsort: Weißwasser/O.L.
Dimensions
Höhe: 25,5 cm

Object Description

Auf rundem Stand nach oben anschwellender, zur konisch geweiteten Mündung allmählich wieder verjüngter Gefäßkörper. Ausgeätztes, innen und außen mattiertes, in der oberen Zone rosa durchscheinendes Grundglas. Dekor: aus umlaufendem Blattgrund zwei aufsteigende Fuchsienstengel mit Blüten, Knospen und Blättern, reliefiert mattiert geätzt.
Sign.: auf der Wandung reliefiert geätzt: "Arsall"; unter dem Boden graviert 8468.
Wolfgang Hennig, Arsall, KGM Berlin. 1985, Kat. Nr. 18
MAKR

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR