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Geradehalter Korsett

Ident. Nr.: 2003,KR 790

ObjID: obj:901555

Details (expert)

Date(s)
um 1880
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Europa
Dimensions
Länge: VL 35 cm
Länge: RL 38 cm

Object Description

Das genähte Korsett mit erhöhtem Rücken hat eine kurze Taille mit tief gezogener vorderer Mitte. Es schließt vorn mit einem Mechanikverschluss und im Rücken mit einer Patentschnürung. Für die Hohlräume der Stäbe wurden Baumwollbänder aufgesteppt. Der Schulterbereich des Rückens ist vollversteift. Dort sind seitlich wattierte Träger angesetzt, die nach vorn um die Schulter herumgeführt werden, sich im Rücken überkreuzen und wieder nach vorn geführt und fixiert werden. Sie erzwingen eine vollkommen gerade Haltung. Den vorderen Rand des Korsetts ziert eine Maschinenspitze mit zweifachh durchzogenem mintfarbenem Seidenband. Der Katalog des Kaufhauses Wertheim offerierte 1903 ein ähnliches orthopädisches oder "Geradehalter Korsett für Damen". ChrW.

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR