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Robe à la française mit Goldstreifen und Blüten

Ident. Nr.: 2003,KR 55 a-c

ObjID: obj:903551

Details (expert)

Date(s)
um 1770/1775
Dimensions
Länge: Manteau VL.125 cm; RL. 163 cm 125 cm
Länge: Rock VL./RL. 78 cm

Object Description

Von besonderer Pracht ist diese dreiteilige "robe à la française". Zwischen den golddurchwebten Längsstreifen des luxuriösen Gewebes stehen von Schleifen gehaltene Blütenbouquets und silberdurchwebte Schmetterlinge. Die angeschnittenen Manteauvorderteile bilden eine langgezogene Schneppe, die kurzen Ärmel reichen knapp bis zum Ellenbogen, ihr Besatz fehlt. Doch "manteau" und "jupe" sind üppig mit breiten Seidengazestreifen, die mit Silberlahn durchwebt sind, geschmückt. Die gefältelten Streifen werden von zarten Ranken gehalten, die mit kleinen Blüten aus Seidenbändern, Blättchen aus rot überfärbter Metallfolie und kleinen grünen "Fliegenmotiven" besetzt sind. Troddeln aus roten Folienbändern und Silberlahn, die an blau-weißen Schleifen hängen, setzen zusätzliche Akzente. Pomponartig mit Watte unterfütterte Gazestreifen verleihen dem Besatz zusätzliche Plastizität. ChrW

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR