Logo

Hl. Johannes von Nepomuk

Ident. Nr.: M 4178

ObjID: obj:908343

Details (expert)

Creator/Entity
Zuschreibung unsicher: Paul Egell (9.4.1691 - 1.10.1752),
Bildhauer*in
Date(s)
2. Viertel 18. Jahrhundert
Material / Technique
gebrannter Ton
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 26 x 10,5 x 7,5 cm

Object Description

Von bemerkenswerter künstlerischer Qualität ist der im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts entstandene Bozzetto für eine Statue des hl. Johannes von Nepomuk. Der expressive Figurenstil, die kursorische Faltenbildung und vor allem auch verschiedene technische Eigenheiten, wie etwa die Anlage und Ausführung der rückseitigen Höhlung der Figur, finden sich unmittelbar verwandt auch an einem um 1739 entstandenen Bozzetto mit der Darstellung des Apostels Judas Thaddäus im Mainzer Landesmuseum. Dieser gilt als Werk des bedeutenden Mannheimer Hofbildhauers Paul Egell (1691–1752), eine Zuschreibung, die mit Vorsicht auch für die Statuette des hl. Johannes von Nepomuk in die Diskussion gebracht werden soll. LL

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

Additional items from the collections

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR