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Armillarsphäre

Ident. Nr.: W-1983,1

ObjID: obj:909399

Details (expert)

Creator/Entity
Thomas Heath (1714 - 1773),
Instrumentenbauer*in
Date(s)
Mitte 18. Jahrhundert
Material / Technique
Messing, vergoldet, Elfenbein
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 27,5 x 22 cm (Horizontring)

Object Description

Das Gerät diente zur Veranschaulichung des Himmelslaufes. Vier Arme tragen den flachen, waagerecht ausladenden Horizontring mit Angaben der vier Himmelsrichtungen, der Monate, Tierkreiszeichen und Tage, senkrecht durchschnitten von dem durch Zenit, Nadir und die beiden Pole laufenden Himmelsmeridian. In das Horizontsystem ist das Äquatorsystem eingefügt, mit dem Äquator, den Wende- und Polarkreisen, im Winkel von 23,5° durchschnitten von der Ekliptik. Die Erdkugel aus Elfenbein ist um die Ekliptik-Achse gemäß den wechselnden Deklinationen der Sonne im Rhythmus der Jahreszeiten drehbar. Das gesamte Äquatorsystem kann in der Ebene des Himmelsmeridians auf die Polhöhe des Betrachters eingestellt werden.
Auf der Oberseite des Fußes die Signatur: THO.HEATH FECIT. Der Instrumentenbauer Thomas Heath betrieb seine Werkstatt bis in die 60er Jahre des 18. Jahrhunderts in Londons „Strand“ unter dem Zeichen des Herkules mit dem Globus. FD

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR