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Lampas mit Spitzovalblüten, Drachen und Phönixen

Ident. Nr.: K 6105 a,b

ObjID: obj:909899

Details (expert)

Date(s)
Mitte 14. Jahrhundert
Dimensions
Höhe x Breite: 39,5 x 28 cm = a, großes Fragment
Höhe x Breite: 9,6 x 16,6 cm = b, kleines Fragment

Object Description

Die beiden Fragmente zeigen auf violettem Grund ein reiches aus Häutchengold gebildetes Muster: Zwei unterschiedliche Spitzmedaillons sind in versetzten Reihen angeordnet. Sie werden jeweils von einer breiten, gebogten Bordüre gerahmt, die mit unterschiedlichen Blattmotiven gefüllt sind. Im ihrem Inneren stehen adossierte Hasen und Panther, die die Köpfe zueinander drehen. Eine schmale szepterförmige Pflanze trennt sie von einander. Über den Ovalen hocken in Reihen wechselnd Drachen- und Phöenixpaare mit langen, anmutig gewundenen Schwanzfedern. (CW)

"Diese Seide ist ein Beispiel für den stilistischen Einfluss, den die sogenannten "Panni Tartarici", die "Gewebe der Mongolen" auf die Entwicklung der Seidenweberei in Italien am Ende des 13. und frühen 14. Jahrhundert ausübten. ( M.L. Rosati)

Last updated: 05.10.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Walzenkrug mit silbervergoldeter Montierung

Walzenkrug mit silbervergoldeter Montierung

Humpen aus dickwandigem, farblosem, etwas graustichigem Glas, die Bodenkugel ist von einer tiefgeschnittenen Blütenrosette gerahmt, auf eine runde Platte mit Standring gesetzt, nicht gestaucht, der Standring mit feiner Montierung aus vergoldetem Silber, die Kantenverzierung aus erhabenen Jakobsmuscheln, angesetzter Ohrenhenkel, der an einer Manschette die Deckelmontierung hält, die aus Spangen und einem naturalistisch geformten Adler als Bekrönung gebildet wird. Der Ansatz des walzenförmigen Humpens ist mit einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Die Wandung zeigt umlaufend große Blüten- und Früchtefestons mit vereinzelten fliegenden Vögeln und Insekten, den verwärmten Mündungsrand schmückt ein Bogenfries in Schälfschliff. Der Deckel ist ebenfalls aus Glas geformt, gerahmt von einer getreppten Montierung in Anlehnung an den Fuß. Auf dem Deckel findet sich das bekrönte, großformatige Monogramm FR für Fridericus Rex zwischen gekreuzten Palmzweigen. Die Wandung hat einen durchgehenden Sprung gegenüber des Henkels. Da außer einem Tremolierstrich keine Punzen vorhanden sind, lässt sich kein Goldschmied zuordnen. Sehr wahrscheinlich datiert dieser repräsentative Walzenkrug in die Regierungszeit König Friedrichs I., in die Jahre 1701 bis 1713. Die hängenden Frucht- und Blumenbündel waren ein wiederkehrendes Motiv der Werkstatt von Martin Winter (um 1640–1702), die nach seinem Tod von seinem Neffen Gottfried Spiller (um 1663–1728) weitergeführt wurde. Dieses Glas glorifiziert mit seinem Bildprogramm die neugewonnene Königswürde des Hauses Hohenzollern: das bekrönte Monogramm dominiert das Gefäß, wird flankiert von Palmzweigen, Symbol für Sieg, Triumph, Frieden und ewiges Leben; Früchte und Blumen stehen für Wohlstand und Fruchtbarkeit, der imposante Adler des königlichen Hausordens wirkt, als ob er jeden Moment in die Lüfte steigt. [Verena Wasmuth]MAKR