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Femme au Bain

Ident. Nr.: NG 28/70

ObjID: obj:963788

n/a

Details (expert)

Creator/Entity
Jean Ipoustéguy (1920 - 2006),
Künstler*in
Date(s)
Herstellung: 1966
Additional titles
Collection title: Femme au Bain
Frau im Bad
Translation: Woman Bathing
Material / Technique
Bronze
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 150 x 200 x 110 cm
Acquisition
1970 Ankauf von der Galerie Claude Bernard, Paris

Object Description

Als Autodidakt befasste sich Ipoustéguy zunächst mit Zeichnungen und Architekturmodellen, erst verhältnismäßig spät gelang ihm der Durchbruch als Bildhauer. Seinen zeittypischen, abstrakten Werken folgten Mitte der 1960er-Jahre provokative figürliche Arbeiten: „Ich bin sehr glücklich darüber, daß ich meinen Weg außerhalb der Normen und konventionellen Ideologien gefunden habe […]“ (Ein Gespräch mit Ipoustéguy. Der prächtige Gesang des Bildhauers, in: Ipoustéguy. Werke 1956–1978, Ausst.-Kat., Berlin [West], 1979, S. 9). Ipoustéguys Figuren sind dabei stark fragmentiert, aus zahleichen Einzelteilen zusammengesetzt und folgen – so der Bildhauer – einer „Mechanisierung der Anatomie […], die von der aggressiven Seite der Industriegesellschaft herrührt“ (ebd., S. 11). Auch die auf Hochglanz polierte Bronze „Femme au bain“ (Frau im Bad), in der Ipoustéguy Aktfigur und szenisches Environment kombiniert, ist mit aufklappbaren Deckel komplex zusammengesetzt und spielt bewusst auf die kunsthistorische Tradition dieses bei den Impressionisten beliebten Alltagsmotivs an. Mit dem ekstatisch geöffneten Mund und den sich aus dem glänzenden Wasserspiegel hebenden, gespreizten Beinen weckt die Figur Assoziationen an die schaumgeborene Göttin der Liebe. Bekannt und umstritten wurde Ipoustéguy in Berlin mit seiner monumentalen, roboterhaften Stahlplastik „Alexander vor Ekbatana“ auf dem Vorplatz des Internationalen Congress Centrums (ICC). Kritik an Alexander dem Großen als Machtfigur führte zur Änderung des Titels („Der Mensch baut seine Stadt“), trotzdem wurde die wirkmächtige Plastik 2005 demontiert und eingelagert. | Yvette Deseyve

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Neue Nationalgalerie

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