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Ident. Nr.: N (34 C) 20/2007

ObjID: obj:1011873

Details (Expert)

Datierung
um 1860
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 52 x 51 x 7 cm

Objektbeschreibung

Im Zentrum dieses Haarbildes befindet sich ein Blumenstrauß, der aus hellblonden bis braunen Haaren in Schlingen-und Schlaufentechnik gefertigt wurde. Das untere Ende des Straußes wird von einer orangebraunen Seidenschleife zusammengehalten. Er weist eine Vielzahl unterschiedlicher Blütenformen auf, die Margeriten, Rosen und Astern ähneln. Als einziges der Haarbilder des MEK findet sich hier eine Blütenform, die vage an Schneeglöckchen erinnert – hängende Blüten im unteren linken Bereich des Straußes. Im linken oberen Bereich haben sich die Schlaufen der Blüten bzw. Blätter zum Teil etwas gelöst.
Der Blumenstrauß ist aus den Haaren vieler unterschiedlicher Mitglieder einer Familie gefertigt, wie auf der Rückseite des Kastens zu lesen ist:

»dieses Haarbukett hat meine Mutter vor 70 Jahren gearbeitet und zwar aus / den Haaren der sämmtlichen vormaligen Familienmitglieder: Eltern u. aller Kinder. / u. ist heute von Hildesheim nach Berlin gekommen, als familiengeschichtliches Curiosum. / Berlin 14. März 1927«

Der Kasten ist kostbar gestaltet: Der Blumenstrauß ist auf Seide montiert. Der Rahmen ist mit Goldprägeborten und Buntpapier mit einem goldenen, geometrischen Muster verziert. Auch die schiere Größe beeindruckt: Das Haarbild ist mit über einem halben Meter pro Seite sehr groß. Die repräsentative Funktion des Haarbildes ist unübersehbar.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."