La belle et la bête
Ident. Nr.: SSG 275
ObjID: obj:1065447
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1908
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: La belle et la bêteDie Schöne und das BiestÜbersetzung: Beauty and the Beast
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 32 x 41,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065447
Objektbeschreibung
Inmitten eines jede Fernsicht abschirmenden Waldesdickichts hat sich auf kleiner, lichter Wiese eine dunkelhaarige Frau rücklings gebettet; dem Titel gemäß ist es die „Schöne“ in ihrer paradiesischen Nacktheit. Ihr begegnet das „Biest“ oder, sprachlich ebenso richtig, das „Tier“ (la bête). Das erotische Zusammenspiel ist von merkwürdigster Gelassenheit, ja von Erstarrung geprägt: Hier blickt man nicht auf eine Szene des Strebens oder Widerstrebens, sondern hier findet man ein einvernehmliches Innehalten. Das sogenannte Biest blickt stofftiersteif aus runden Augen und hält eindringlich inne, als wisse oder begreife es nicht, was an seinem anderen Körperende vor sich geht. Die Schöne ihrerseits liegt abwartend mit präsentierender Offenheit der Arme und des Blickes; sie hat die Beine willig-wünschend um den grauen Rücken geschlungen und hält zu einem hinhaltenden Intermezzo mit der linken Hand einen Spiegel hinters Haupt. Dieser Handspiegel ermöglicht jedwede Deutung: Ist er als Attribut der antiken Schönheitsgöttin Venus zu verstehen oder allegorisiert er – wenig wahrscheinlich – die Selbsterkenntnis, wie es in der traditionellen Ikonografie der Fall war? Vielleicht hilft er auch, die erotische Unglaublichkeit der Lage zu bespiegeln, in der sich die Schöne soeben wiederfindet. | Bernhard Maaz
Letzte Aktualisierung: 17.07.2026
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Sammlung Scharf-Gerstenberg
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ssg@smb.spk-berlin.de