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Helmuth von Glasenapp

Ident. Nr.: ohne Inv.-Nr.

ObjID: obj:1065529

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Martin Kurreck (1868 - 1957),
Künstler*in
Datierung
1930
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 110 x 90,5 cm
Erwerbung
1959 Überweisung aus dem Ministerium der Finanzen der DDR, Berlin, an die Nationalgalerie

Objektbeschreibung

Belesen und gebildet, am Schreibtisch sitzend neben Büchern – so hat Kurreck den Religionswissenschaftler und Indologen Helmuth von Glasenapp (1891–1959) porträtiert. Seit 1928 lehrte Glasenapp an der Albertus-Universität in Königsberg, an der er bis Kriegsende blieb. Das Porträt entstand 1930, womöglich als Auftragswerk der Universität. Kurreck selbst hatte sein Studium an der Kunstakademie in Königsberg begonnen und setzte es in Düsseldorf fort. Es folgten Weiterbildungen in Paris an der Académie Colarossi und in Rom an der Villa Strohl-Fern, in der bis 1913 auch Rom-Stipendiaten der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin unterkamen. Durch seine Kopie von Tizians Gemälde „Himmlische und irdische Liebe“ (1514; Galleria Borghese, Rom) gelangte Kurreck in Italien zu Bekanntschaft. Zunächst Bildnis- und Landschaftsmaler etablierte er sich später in München als Dekorationsmaler und Raumgestalter. Er leitete hier eine Werkstatt für Mosaikkunst und fertigte selbst Glasmosaike. Das Glasenapp-Gemälde wurde vermutlich – ebenso wie anderer preußischer Staatsbesitz – nach 1945 in die sowjetische Besatzungszone verbracht, nachdem Königsberg (ab 1946 Kaliningrad) sowie der gesamte nördliche Teil Ostpreußens nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs an die Sowjetunion gefallen waren. Glasenapp selbst trat 1946 eine Professur an der Universität Tübingen an. Sein Porträt gelangte in die Tresorverwaltung des Ministeriums der Finanzen der DDR und wurde 1959 von der Nationalgalerie übernommen. | Johanna Yeats

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Un-Quadrat rot

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