Mass Writing
Ident. Nr.: NG 5/23
ObjID: obj:3330488
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1960
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Mass WritingMassenschrift
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 230 x 205 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/3330488
Objektbeschreibung
Seit Mitte der 1950er-Jahre arbeitete Reigl in Serien. Der Zufall sowie der geistige und körperliche Automatismus beim Malprozess gehörten dabei stets zu ihren Grundprinzipien. Eine nicht zu unterschätzende Rolle bei ihren räumlichen und farblichen Konfigurationen spielte die langsam trocknende Industriefarbe, die sie verwendete. Die Konsistenz wurde vor allem bei den immer größer werdenden Formaten wichtig. Diese entstanden ab 1963, als Reigl nach Marcoussis umgezogen war, einem kleinen Ort in der Nähe von Paris, wo ihr ein größeres Atelier zur Verfügung stand. Dort konnte sie ihre „Massenschriften“ herstellen. Dafür brachte sie große Mengen Farbe mit einem Spatel bzw. einem Stock auf die Leinwand auf und verteilte sie danach mit impulsiven, nach oben gezogenen Strichen. Die über lange Zeit feucht bleibende Farbe ermöglichte es ihr, gleichzeitig an teilweise sechs bis acht Gemälden zu arbeiten. In ihren ersten „Massenschriften“ nutzte Reigl noch unterschiedliche Farbtöne, die sie teilweise mit Schwarz bedeckte. Die so übermalten Schichten legte sie anschließend teils mit einem Spatel frei. Um 1961 verschwand die Farbigkeit nach und nach wieder aus den „Massenschriften“. Es blieb die dick aufgetragene, schwarze Industriefarbe, die den Bildern eine gewisse Körperlichkeit verleiht. | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 28.01.2026
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