Liegender Akt
Ident. Nr.: B 422
ObjID: obj:959727
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1928/1929
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Liegender AktÜbersetzung: Reclining Nude
- Provenienz
- Galerie Victor Hartberg, Berlin,
1929Max Seidel, Berlin,
wohl 1929 - 1959Schenkung: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1959–1968 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 54 x 66,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959727
Objektbeschreibung
Ende 1924 verkaufte Jaeckel sein Haus im Allgäu, kehrte dauerhaft nach Berlin zurück und entwickelte sich zu einem gefragten Porträtmaler. Auch den weiblichen Akt studierte er intensiv, nicht zuletzt bei Sommeraufenthalten auf der Ostseeinsel Hiddensee. An die Stelle expressionistischer Posen mit ekstatischen Gebärden traten nun ungezwungen-natürliche Haltungen in realistischer Wiedergabe. Auch der „Liegende Akt“ vermittelt in Ausschnitt und Haltung eine gewisse Beiläufigkeit. Die auf einem braunen Sofa liegende, seitlich gelagerte junge Frau stützt ihren Kopf auf die linke Hand, die rechte spielt mit einem weißen Fell. Der Charakter einer Momentaufnahme wird durch den Anschnitt des Körpers am Becken noch gesteigert. Die formatfüllende Nähe erzeugt große Unmittelbarkeit. Durch den zeittypischen kurzen Haarschnitt ist das Modell als selbstbewusste junge Frau gekennzeichnet. Möglicherweise handelt es sich um dieselbe Person, die Jaeckel in zwei um 1925 datierten Gemälden auf dem Rücken liegend zeigt („Ruhendes nacktes Mädchen“; Bröhan-Museum, Berlin; und „Liegender Akt“; Privatbesitz). Seit dem 1. Oktober 1926 leitete Jaeckel die Klasse für Porträt- und Aktmalerei an der Staatlichen Kunstschule zu Berlin in der Grunewaldstraße. Dort unterrichtete er, trotz nationalsozialistischer Anfeindungen, bis zu seinem Tod. | Dieter Scholz
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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