Mal de Terre
Ident. Nr.: NG 13/67
ObjID: obj:959733
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1962
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Mal de TerreMalitteErdkrankÜbersetzung: EarthsickSehnsucht nach der Erde
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Öl, Leim, Zement und Schamottepartikel auf Sackleinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 200 x 290 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959733
Objektbeschreibung
Das großformatige Gemälde „Mal de terre“ gehört zu der Serie „Les terres“ (Erdenbilder), die Matta zwischen Ende der 1950er- bis Anfang der 1970er-Jahren an verschiedenen geografischen Orten mit lokalen Erden malte. Er verwendete bräunliche Ölfarbe und mischte rohe Erde und andere Materialien wie Sand, Schamott und Zement bei, um sie dann, mit Leim oder Harz vermengt, direkt auf Jutegewebe aufzubringen. Zu sehen sind große anthropomorphe Formen in einer Technik, die an Höhlenmalerei erinnert. In „Mal de terre“ stehen weiß bemalte Figuren, umrissen von dicken schwarzen Linien, vor einem monochromen Hintergrund. Es sind einfache, aber rätselhafte Formen, halb abstrakt, halb figurativ, die wie in einer Umarmung ineinander verschlungen und mit der Erde verbunden zu sein scheinen. Alle Bildelemente wirken organisch, ursprünglich und lebendig. „Mal de terre“ wird in der Literatur zwar als „Erdenkrank“ übersetzt, ist jedoch eher als „Sehnsucht nach der Erde“ zu verstehen, als die Begierde nach Nähe und Wärme, nach Freundschaft und Liebe. Daher ist es wahrscheinlich kein Zufall, dass Matta das Bild ursprünglich „Malitte“ nannte, nach seiner damaligen Ehefrau und Muse Malitte Pope. Die Verwendung von roher Erde für diese Bilder ist für Matta bedeutungsvoll. Sie steht für die Verherrlichung der Menschen als irdische Wesen, ihre emotionalen Beziehungen untereinander sowie um ihren Umgang mit der Erde. | Francisca Cruz
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de