die letzten Olche
Ident. Nr.: SSG 147
ObjID: obj:1065560
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1933
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: die letzten OlcheÜbersetzung: The Last OlchsOriginaltitel: Les derniers Olchs
- Material / Technik
- Bleistift auf Papier, auf Karton montiert
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 27,3 x 44,4 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065560
Objektbeschreibung
Im Jahr 1933 war Klee mit insgesamt 482 Werken ungewöhnlich produktiv. Die hohe Zahl erklärt sich daraus, dass darunter 314 Zeichnungen sind, die in einem rasanten Duktus auf das Blatt geworfen wurden. Wie der Bildhauer Alexander Zschokke später berichtete, hatte Klee ihm und dem Düsseldorfer Akademieprofessor Walter Kaesbach 1933 nach einem Abendessen eine Mappe mit etwa 200 Blättern gezeigt und erklärt, er habe „die nationalsozialistische Revolution gezeichnet“. Viele dieser Arbeiten haben mit Erziehung, Disziplinierung und Dressur zu tun, auch einige Gewalt- und Mordszenen sind darunter. In diesem Kontext dürfen die beiden zärtlich-vertraut sich berührenden Elche als ein Gegenentwurf zu den alltäglichen Zumutungen und Grausamkeiten aufgefasst werden. Dass unter den politischen Voraussetzungen der Zeit liebevolle Vertraulichkeit ein aussterbendes Verhaltensmuster in Deutschland war, machte Klee dadurch deutlich, dass er die beiden Elche als „die letzten Olche“ bezeichnete. Am 24. Dezember 1933 verließ Klee Deutschland und siedelte nach Bern über. | Dieter Scholz
Letzte Aktualisierung: 16.01.2026
Kontakt
Einrichtung:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
E-Mail:
ssg@smb.spk-berlin.de