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Hathorkapitell

Ident. Nr.: ÄM 20351/02

ObjID: obj:1249649

Details (Expert)

Datierung
Ptolemäerzeit
Datierung engl.: Ptolemaic Period
Weitere Titel
Sammlungstitel: Hathorkapitell
Übersetzung: Hathor capital
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 16,5 x 10,3 x 10,2 cm

Objektbeschreibung

Neben Bildnissen von Herrschern und Göttern finden sich auch zahlreiche Studien zu einzelnen Hieroglyphen und Architekturelementen wie Säulen und Kapitellen. Das Kapitell zählt zu der Gruppe der sogenannten Bildhauermodelle. Es bildet auf allen vier Seiten den Kopf der Göttin Hathor in einer frontalen Ansicht ab. Charakteristische Merkmale der Darstellung der Göttin Hathor sind ihre Kuhohren und die mächtige Strähnenperücke. Auf dem Scheitel trägt sie einen göttlichen Naos in dem eine Uräusschlange zu erkennen ist. Zudem sitzen an den Außenseiten zwei lang gestreckte Voluten. Die Blütezeit der ägyptischen Bildhauermodelle in der Rundplastik und im Flachbild lag zwischen der Spätzeit und frühen Ptolemäerzeit. Bislang lassen sich nur sehr selten Modelle auf einen kürzeren Zeitraum einschränken.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).