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Sonnenblume von hinten

Ident. Nr.: NG-FCFC 90/08

ObjID: obj:1386441

2008 Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection
n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Albert Renger-Patzsch (22.6.1897 - 27.9.1966),
Fotograf*in
Datierung
Aufnahme: ca. 1925
Weitere Titel
Sammlungstitel: Sonnenblume von hinten
Übersetzung: Sunflower, Seen from the Back
Abmessungen
Höhe x Breite: 22,9 x 17,1 cm
Erwerbung
2008 Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection

Objektbeschreibung

Die Betrachter:innen der „Sonnenblume von hinten“ schauen auf den Stiel, die Blätter und den dunklen Blütenboden der Pflanze. Im Mittelpunkt stehen die trockenen Kelchblätter mit ihren spitzen Enden sowie der starke Kontrast zwischen beleuchteten und dunklen Partien. Diese ungewöhnliche Perspektive richtet den Blick weg vom typisch Schönen auf das seltener Gesehene und erfordert längeres Hinschauen. Renger-Patzsch schrieb, ein Fotograf solle sich darauf konzentrieren, „Photographien zu liefern, die aussehen, als ob sie Photographien wären“ (Alfred Renger-Patzsch, Ketzergedanken über künstlerische Photographie, 1925, in: ders., Die Freude am Gegenstand. Gesammelte Aufsätze zur Photographie, Paderborn/München 2010, S. 44). Damit ist gemeint, dass sich ein Fotograf von einer Ästhetik befreien könne, die sich an die malerischen und grafischen Möglichkeiten der Malerei anlehnt. Der scharfe Fokus oder das Spiel von Licht und Schatten lägen demnach dem fotografischen Medium näher. | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 15.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

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Multiplex D

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Die kleine Serie der „Multiplex“-Holzschnitte führt eine Idee fort, die Albers wenige Jahre zuvor beispielsweise in „Above the Water“ (1944; NG-FCFC 171/14) bereits umgesetzt hatte. In „Multiplex B“ und „Multiplex D“ bleibt die Holzmaserung des Druckstocks in der schwarzen Farbe sichtbar und erzeugt einen doppelten Effekt. Zum einen spielt Albers mittels der Maserung mit der Darstellung von Tiefe, zum anderen bieten die unregelmäßigen, leichten Wellen einen subtilen Kontrast zu den klaren, geraden weißen Linien der Figur. Die Klarheit dieser Linien täuscht, denn die gezeichneten Formen sind alles andere als simpel. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Schrägbilder dreidimensionaler, durchsichtiger Körper. Doch Albers’ Linien bilden keine Körper, denn keine Linie, keine angedeutete Fläche ist einem Vorn oder Hinten eindeutig zuzuordnen. Es geht hier um die Logik der Wahrnehmung, die „prekäre Unzuverlässigkeit unseres Sehens, unseres schöpferischen Falschsehens“ (Werner Spies, Surrealistische Geometrie, in: Josef Albers, Ausst.-Kat., Düsseldorf, 1970, S. 2). Das optische Erleben ist in Albers’ Werk zentral. Schon 1933, bei seiner Ankunft in den USA nach der Emigration aus Deutschland, sagte er, es sei sein Ziel, die Augen seiner Studierenden zu öffnen. So oft der Blick auch über Linien und Formen streift, diese bleiben offen und verweigern sich einer sauberen Definition als Umriss, Fläche oder Körper. Das Rätsel soll sich nicht lösen. Die „Multiplex“-Serie entstand zwischen 1946 und 1948. Die Blätter A bis D wurden in Editionen von 25 bzw. 30 Exemplaren gedruckt (WVZ Danilowitz 2010, Nr. 120–123); „Multiplex B“ bis „Multiplex D“ erschienen bei der Biltmore Press in Asheville, North Carolina. | Emily Joyce Evans

Multiplex B

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