Löwengruppe
Ident. Nr.: ohne Inv.-Nr.
ObjID: obj:1425762
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1935
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: LöwengruppeÜbersetzung: Lion Group
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 28,5 x 66,5 x 21 cm (inkl. Plinthe)
- Erwerbung
- 1966 Übernahme aus dem Ermelerhaus, Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1425762
Objektbeschreibung
Auf den ersten Blick fügt sich die bronzene Löwengruppe nicht in das vornehmlich malerische und zunehmend abstrakte Werk des Künstlers. An der Kunsthochschule in Nürnberg und von 1921 bis 1924 am Bauhaus in Dessau ausgebildet, prägte vor allem der Leiter der Bühnenklasse, Lothar Schreyer, Haffenrichters künstlerische Entwicklung. Die Bildhauerei vertiefte er an der Kunstakademie in Kopenhagen, ehe er von 1927 bis 1933 in Berlin und Elbing lehrte. Rückblickend schrieb Haffenrichter: „Als nach 1933 der Weg, den ich als Maler vor mir sah, wenigstens in der Oeffentlichkeit nicht mehr gangbar wurde, verdiente ich mein Brot mit der Plastik“ (Manuskript von 1962, in: Marlene Lauter, Spuren von Natur und Kosmos. Hans Haffenrichter. Malerei, Graphik, Plastik, Ausst. Kat., Würzburg, 1992, S. 28). So entstanden zwischen 1933 und 1945 im Berliner Atelier Tiere wie Adler, Bären und die Löwengruppe, welche auch als „Löwin mit Jungem“ (Postkarte des Hauses der Deutschen Kunst) bekannt ist. Es sind stolze und starke Vertreter des Tierreichs, die mitunter auf den „Großen Deutschen Kunstausstellungen“ 1939, 1941 und 1943 im Haus der Deutschen Kunst ausgestellt wurden. Darüber hinaus schuf Haffenrichter Schwertträger und Büsten von Adolf Hitler und Hermann Göring, die auch als Postkartenmotive Verbreitung fanden. Der Künstler arrangierte sich mit dem Regime der NSDAP, trat dieser aber nicht bei. Nach dem Ende des Krieges nahm er seine Lehrtätigkeit wieder auf und widmete sich erneut der abstrakten Malerei; seine Bilder zeichnen sich durch ein Interesse an naturwissenschaftlichen Themen und anthroposophischen Ideen aus. | Johanna Yeats
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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