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Erinnerung an Franziska Diebold II

Ident. Nr.: N (34 C) 473/2009,64

ObjID: obj:1439587

Details (Expert)

Datierung
1854
Abmessungen
Objektmaß: 21,5 x 23 x 4,5 cm mit Rahmen

Objektbeschreibung

Das Haarbild zum Totengedenken zeigt eine Trauerweide, darunter ein von einem Kreuz gezierter Grabstein, der aus mit Sand bemaltem Holz gefertigt ist. Umkränzt wird der Grabstein jeweils von einem Blütenzweig aus weißen Stoffrosen samt Blättern und darum herum einem Blütenzweig aus dunkelbraunen Haaren, verziert mit Perlen. Auch die Trauerweide ist aus dunkelbraunen Haaren gearbeitet.

Das Haarbild erinnert an Franziska Diebold: »Franziska Diebold geb. Flad [?] starb den 25. November 1854 in einem Alter von 69 Jahren R. I. P.« Der Eintrag des Lebensalters scheint zu einem anderen Zeitpunkt oder mit einer anderen Tinte erfolgt zu sein.

Die Haararbeit des Blütenkranzes löst sich an manchen Stellen bereits auf. Der Hintergrund macht einen angelaufenen Eindruck. Auch die am inneren Rand verlaufende Goldborte ist angelaufen.

In der Sammlung des MEK befindet sich ein zweites Haarbild, das derselben Toten gewidmet ist (N (34 C) 473/2009,63). Die generelle Ähnlichkeit der beiden Erinnerungsbilder, aber auch der Blüten- und Blattformen der Haarzweige im Speziellen, lässt darauf schließen, dass es sich um die gleiche Herstellerin oder den gleichen Hersteller gehandelt haben muss. Erstaunlicherweise ist auf dem zweiten Haarbild jedoch der 28. November als Sterbetag angegeben.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.