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Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Teil 1, Abteilung 1, Blatt 9: Wandmalereien, Dachziegel und Pilasterkapitelle antiker Bauwerke

Ident. Nr.: 33.23-1991

ObjID: obj:1517386

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Johann Mathäus Mauch (22.2.1792 - 13.4.1856),
Zeichner*in
Ausführung: Wilson Lowry (24.1.1762 - 22.6.1824),
Stecher*in
Ausführung: A. Prêtre (nachgewiesen 1821 - 1854),
Drucker*in
Ausführung: Technische Deputation für Gewerbe,
Herausgeber*in
Datierung
Herstellung: 1821/1830
Systematik/Art

Objektbeschreibung

Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Erster Theil, Erste Abtheilung, S. 70:
"Blatt 9. Der Tod überraschte den wakeren Kupferstecher Lowry in London bei Ausführung dieses Blattes, welches eine seiner ausgezeichnetesten Leistungen ist; die obere mittlere Vierzierung ist daher von seiner Hand. Diese Verzierung stellt eine Herkulaneische Wandmalerei vor. (Pitture d`Ercolano IV. p. 55); ihre Embleme deuten auf eine Apolloverzierung. Der Grund der Verzierung ist ein dunkel- aber nicht schön-rother, er ist so die wie ihn die Eisenoxyde liefern; der Schwan hat seine natürliche Farbe; die Leier ist golden, die in Fischform endenden Schwänze zweier weißer Greifen tragen die Leier. Die beiden Dachziegel, welche wir oben sehen, wurden in Pompeji gefunden; eben so ist die letzte Verzierung dieses Blattes ein dort gefundener Fries von gebrannter Erde. Die zweite Reihe stellt die Vorder- und Seitenansicht von Pilasterkapitälen des Tempels des Apollo Didymäus in Milet vor. Das mittlere Pilasterkapitäl der dritten Reihe, stellten sich im Inneren des sogenannten Dianentempels in Nismes. Die erste und dritte Abbildung der dritten Reihe, stellen die Seitenansicht, letztere die Vorderansicht eines vierseitigen, in Priene gefundenden Kaptäls mit einer Plinthe auf dem Abakus vor. Zwei solche Kapitäle wurden gefunden. Sie können dem Tempel der Minerva Polias nicht angehört haben, sondern einzeln stehenden Säulen, deren Bestimmung war, Bildsäulen, Trophäen und Dreifüße zu tragen. Wir haben im Eingange zweier ähnlicher Säulen mit dreiseitigem Kapitäl in Athen Erwähnung gethan, eine ähnliche Korinthische findet sich in Mylasa."

Letzte Aktualisierung: 27.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.