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Arabischer Papyrus mit einem Brief

Ident. Nr.: P 8582

ObjID: obj:1519551

Details (Expert)

Weitere Titel
Sammlungstitel: Arabischer Papyrus mit einem Brief
Übersetzung: Arabic papyrus with a letter
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 14,8 x 26 cm

Objektbeschreibung

Auf diesem Papyrus hat sich ein in Arabisch verfasster Brief erhalten. Der Unternehmer Andūna ibn Isḥāq schreibt an Abū Sufyān, dass er bislang keinen Brief von ihm erhalten habe. Er bittet den Empfänger, zu einem Mann namens Dāwūd zu gehen, um Rechnungen zu erledigen und dann das Geld weiterzuleiten. Der Ort war für Andūna so weit entfernt, dass es für ihn selbst zu schwierig war, sein Geschäft für längere Zeit zu verlassen. Der Text weist mehr Bittgebete als üblich auf, so dass diese Erledigung für Andūna von besonderer Bedeutunggewesen sein muss. Auf der Rückseite ist der Name des Empfängers notiert, dazu eine Notiz an den Empfänger, Dāwūd entsprechend zu informieren. Hier befindet sich auch eine kurze griechische Zeile (nach der Lesung von Ruth Duttenhöfer): "tepheu from … phieu".
J. Moje nach A. Kamal

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).