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Ident. Nr.: I. 7/56

ObjID: obj:1520575

Details (Expert)

Datierung
16./17. Jahrhundert
Datierung engl.: 16th - 17th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 437 cm
Breite: 225 cm
Rahmenmaß: 458 x 236 x 3 cm
Gewicht: montiert 72 kg incl. Rahmen

Objektbeschreibung

Vollständig erhaltener sogenannter Medaillon-Teppich. Auf einem dunkelroten Grund ist zentral ein dunkelblaues Medaillon zu erkennen, welches in seinem Zentrum wiederrum einen weißen, rotkonturierten Kreis beinhaltet, der mit kleinen kreuzförmig angeordneten Blüten, um eine kleine Rosettenblüte gefüllt ist. Der Kreis wird von einem Blütenrankensystem und vier Pfauenpaaren umgeben. Vertikal sind dem Medaillon zwei schildförmige Motive angehängt, die mit jeweils einer Blüte enden. Das Medaillon ist von Blütenranken und verschiedenen Tieren umgeben. Löwen, Leoparden, Hirsche, Steinböcke, Gazellen, Wölfe, Fasane und Vögel sind hier zu erkennen. Die Zwickel bestehen aus jeweils einem weißen Viertel- Medaillon, welches ebenfalls mit Blütenranken und Vögeln gefüllt ist. Halbe, geschnittene Blüten sind entlang der Bordüre sichtbar. Die Bordüre weist zwei wechselnde Tierszenen auf: ein sich gegenüberstehendes Pfauenpaar und zwei gepunktete Reptilien, oder Raubfischpaare, die jeweils eine Ente (?) reißen. Die Komposition allerdings ist nicht ganz symmetrisch aufgebaut. Oberhalb der waagerechten Mittelachse wird in der Hauptbordüre ein Tierpaar mehr untergebracht als in der unteren Hälfte. Statt je zwei Reptil- und Pfauenpaaren sind es hier drei Pfauenpaare. Dies ist womöglich ein Indiz für einen geringeren Qualitätsstandart und einer späteren Datierung zum Ende der Blütezeit der safawidischen Teppiche.

Letzte Aktualisierung: 24.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.