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Ident. Nr.: I. 542

ObjID: obj:1520962

Details (Expert)

Datierung
Mitte 15. Jahrhundert
Datierung engl.: Mid-15th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Damaskus,
Ort
Abmessungen
Höhe: 4 cm
Durchmesser: 40 cm
Gewicht: 1270 g

Objektbeschreibung

Getriebene Schale aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem und ehemals tauschiertem Dekor. Die Schale ist sehr flach gearbeitet und vollständig graviert. Der Spiegel ist bestimmt durch eine erhabene achtblättrige Rosette mit einem nicht näher zu bestimmenden Wappen, deren Blätter mit Tieren – geflügelte Löwen, Hasen und Fabelwesen – besetzt sind. Die zentrale Rosette wird von Entenpaaren flankiert und abschließend von einem Flechtband konturiert. Dieses Flechtband entfaltet vier runde Medaillons und markiert den Übergang zur Kehle. Die Medaillons sind jeweils mit einer Tierkampfszene gefüllt: Adler und Ente, Drache und Phönix, Löwe und Stier sowie Löwe und Gazelle.
Zwischen den Medaillons sind unterschiedliche heraldische Motive angeordnet: zwei Lotusknospen sowie zwei affrontierte Drachenwesen, die von Rankenwerk umgeben sind. Die Kehle ist abwechselnd mit Lotusknospen und Entenpaaren in einem Doppelflechtband verziert. Den Rand schmücken alternierend Tierjagdszenen und aus Enten gebildete Tierranken, die durch sechs Rosetten voneinander getrennt sind.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens, die seit dem 11. Jahrhundert im islamischen Raum existierte, wird in eine Vertiefung ein Silberdraht oder -blech gelegt und durch Hämmern verbunden. Hier sind die Einlagen weitgehend ausgefallen.

Letzte Aktualisierung: 21.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.