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Ident. Nr.: KtO 1416

ObjID: obj:1521663

Details (Expert)

Datierung
201 - 600
Datierung engl.: 3rd - 6th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Abmessungen
Höhe: 16 cm
Durchmesser: 11,2 cm
Wandungsstärke: ca. 0,4 cm

Objektbeschreibung

Fragmentierter Krug aus hart gebrannter beiger, partiell oranger unglasierter Irdenware. Rand, Hals und der obere Teil des auf einer Töpferscheibe gefertigten Kruges mit eiförmigen Körper fehlen. Die ausgebrochenen Wandscherben sind eingeklebt. Der bauchige Gefäßkörper erhielt einen um den runden Boden ausgearbeiteten Standring als Fuß. Das Unterteil des wohl ehemals randständigen handmodellierten Henkels sitzt auf der Gefäßschulter auf. Offenbar wurde bei der Auffindung der mit Asphalt verschlossene Rand entfernt, von dessen Anbringung sich noch schwarze Tropfen auf dem Gefäßkörper finden. Um an den Gefäßinhalt aus Metallfragmenten und mit Asphaltplomben verschlossenen Kupferhülsen zu gelangen, wurde eine Beschädigung in Kauf genommen. Der Krug wurde bei den Ausgrabungen eines Hauses der Siedlung al-Maʿarid im Stadtgebiet östlich des Palasts von Ktesiphon gefunden. Die verschiedenen Bestandteile des Fundes lassen die Annahme zu, dass es sich bei Füllung mit einer sauren Lösung bzw. einem wässrigen Elektrolyt und isolierter Fixierung der Metallteile um einen Kondensator handelt, in dem durch anodische Oxidation bzw. Elektrolyse eine elektrische Spannung aufgebaut wurde. Nach vergleichbaren Funden vom Tell Chudschut Rabbuha bei Bagdad werden derartige Gefäße mitunter als Bagdad-Batterien bezeichnet. Diese können als galvanische Elemente hypothetisch bei elektrotherapeutischen Behandlungen oder zur elektrochemischen Oberflächenveredlung von Metallen eingesetzt werden.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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