Logo

Ident. Nr.: I. 3903 b

ObjID: obj:1522106

Details (Expert)

Datierung
13./14. Jahrhundert
Datierung engl.: 13th - 14th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Kaschan,
Ort
Abmessungen
Höhe: 9,6 cm
Breite: 24,7 cm
Tiefe: 2,9 cm

Objektbeschreibung

Fragment einer Bordüre aus Quarzfritte, die wohl Teil eines Inschriftenfrieses war. Die modelgeprägte Darstellung mit Lüsterbemalung zeigt ein Einhorn, das einen Elefanten verfolgt vor einem floralen Hintergrund. Die Tiere sind nach links gewandt. Das Einhorn besteht aus einem Pferdekopf und einem Löwenkörper, sein Flügel erscheint als Ranke.
Die Stadt Kaschan war eine der wichtigsten Produktionszentren von Lüsterkeramik im Iran des 12. -14. Jahrhunderts. Diese Art von reliefierter Baukeramik schmückte nicht nur Gebetsnischen und Grabsteine sondern auch Innenwände von Bauten.

Letzte Aktualisierung: 03.11.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.