Logo

Ident. Nr.: I. 5294

ObjID: obj:1523744

Details (Expert)

Datierung
um 1300
Datierung engl.: c. 1300
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 7 cm
Durchmesser: 32,3 cm
Wandungsstärke: ca. 0,4 cm

Objektbeschreibung

Großer Teller mit der Darstellung eines Paares vor Ranken; die Frau spielt Harfe, der Mann hält einen Becher in seiner Linken, zwischen ihnen befindet sich eine große Pflanze. Um den Innenrand umlaufend eine persische Inschrift:

"Es sprach . . . wahrlich ich bin die Rose, die sich
schmückt(?) ... In der Zeit der Rosen sind diese
Blumen mein Heer und ich ihr Sultan und mein
Dorn meine Waffe und mein Blatt die Wange der
Schönen, aber in ihrem Gesichtsschleier (sieht man
keine Sünde?) ... und er sprach: bei den Menschen
habe ich eine Stätte, und ich sage nicht: alle
Blumen sind mein Heer und ich bin der edelste
und vornehmste Fürst! Denn schon wurde die
Stätte des Friedhofs übermächtig und gab uns
mehr Trauer und es dauerte lange, und wir ...
mit der Absicht, nicht mit dem Körper, das weißt
du. So erinnere dich daran und lass die Zwischenzeit
der Trägheit." (Lesung A. Schimmel)

Letzte Aktualisierung: 24.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.