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Ident. Nr.: I. 2861

ObjID: obj:1524044

Details (Expert)

Datierung
12. Jahrhundert
Datierung engl.: 12th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Herkunft (Allgemein): Syrien,
Land
Material / Technik
Gold, getrieben, punziert
Abmessungen
Höhe: 2 cm
Durchmesser: 6,8 cm
Gewicht: 54 g

Objektbeschreibung

Getriebener Armreif aus Gold mit punziertem Dekor. Der Armreif besteht aus zwei mit einem Kugelgelenk verbundenen Hälften aus reliefiertem Goldblech. Darauf sind sechs Musikanten zu erkennen, die mit Trommeln, Blas- und Zupfinstrumenten ausgestattet sind. Alle Figuren sind in rautenförmige oder dreieckige Flächen eingepasst. Die Darstellung von Musikern weist in ein höfisches Umfeld, wo Tänzerinnen und Musikanten für die Unterhaltung unverzichtbar waren. Auf Grund der Darstellungen ist vermutet worden, dass es sich bei dem Armreif um Männerschmuck handelt.
Die Innenseite des Armreifs ist mit horizontalen Flechtband- und Fischgratmotiven grob gestrichelt und verziert. Der aus dreieckigen Platten bestehende Verschluss fehlt; wie er ausgesehen haben könnte, zeigt das zu einem Anhänger umgearbeitete Fragment I. 1989.50.

Letzte Aktualisierung: 06.11.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.