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Ident. Nr.: I. 6220

ObjID: obj:1524054

Details (Expert)

Datierung
1662 - 1663
Datierung engl.: 1662 - 1663
hiǧra - dt.: 1073
hijra - engl.: 1073
Dynastie: Osmanen
Dynastie - engl.: Ottomans
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Herkunft (Allgemein): Iznik,
Ort
Provenienz
Erich Alexander,
vor 1928 bis vor 8.1931 / 2.5.1933
Übereignung: Deutsche Orientbank,
vor 8.1931–16.3.1933
Übereignung: Dresdner Bank,
16.3.1933 / 2.5.1933 bis 15.8.1935
Kauf: Reichsfinanzministerium und Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
ab 15.8.1935
Abmessungen
Höhe: 37 cm
Breite: 29,5 cm
Tiefe: 2,5 cm
Erwerbung
1935 vom Preußischen Staat aus den Kunst-Beständen der Dresdner Bank angekauft und an die Staatlichen Museen zu Berlin überwiesen, Vorbesitz Erich Alexander, Berlin

Objektbeschreibung

Fliese mit einer Darstellung des heiligen Bezirkes in Mekka, dem wichtigsten Heiligtum im Islam und Ziel der jährlichen Pilgerfahrt. In einem rechteckigen, von weißen Zinnen besetzten Feld ist das schwarze würfelförmige Gebäude der Kaʿba wiedergegeben, umrundet von einer niedrigen weißen Mauer, und weitere Gebäude der Anlage wie der Minbar (Predigtkanzel) und Minarette. Am rechten Rand ist der Zamzam-Brunnen zu erkennen, auf dessen Wasser vielleicht die zahlreichen blauen Krüge verweisen. Den oberen Rand nehmen zwei Zeilen mit Versen aus der 3. Sure des Korans ein, die sich auf Mekka und die Pilgerfahrt beziehen. Das Datum nennt das Jahr 1073 der Hidschra (1662-3). Unten schließt ein Flechtband die Darstellung ab.
Fliesen mit den Darstellungen der Hauptheiligtümer in Mekka und Medina (vgl. 1891,145) erfreuten sich unter den Osmanen großer Beliebtheit; es gab einzelne Fliesen oder größere, aus mehreren Fliesen zusammengesetzte Paneele.

Letzte Aktualisierung: 22.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.