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Ident. Nr.: Sam 735 c

ObjID: obj:1524436

Details (Expert)

Datierung
836 - 892
Datierung engl.: 836 - 892
Dynastie: Abbasiden
Dynastie - engl.: Abbasids
Geografische Bezüge
Irak,
Land
Abmessungen
Höhe: 11,8 cm
Breite: 7,8 cm
Tiefe: 3,3 cm

Objektbeschreibung

Fliesenfragment mit ursprünglich grüner, gelber und roter Lüsterbemalung. Der Grund der Fliese ist mit gesprenkelter Bemalung bedeckt, die Stein imitieren soll. Die Fliese gehört zu den Rahmen, die die Hahnenfliesen (Sam 758 a) umgeben.
Die Räume der Paläste in Samarra, aber auch die der Privathäuser waren nicht nur mit gemusterten Stuckpaneelen verkleidet, sondern auch mit aufwendig hergestellten Wand- und Bodenfliesen aus glasierter Keramik und Glas.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Frei geblasenes Kelchglas aus grünem Glas mit Applikationen und gezwicktem Dekor. Das halbkugelförmige doppelwandige Kelchglas steht auf einer kleinen, leicht welligen Fußplatte. Darüber folgt ein kurzer Schaft, der dann in die doppelwandige Schale übergeht. Zwischen beiden Teilen befindet sich ein Hohlraum von ca. 0,5 cm.In der unteren Hälfte der Schale sind Fäden aufgelegt, die in regelmäßigen Abständen gezwickt wurden, sodass ein Fries aneinander gereihter Ovale entstand (so genanntes Brillenmuster, "spectacle pattern"). Dabei wurde der obere Faden dünner und der untere viel dicker aufgelegt, wodurch ein zweifarbiger Eindruck erweckt wird (blaugrün und grün). Das Ende des Fadens ist noch einmal ganz dünn in der Mitte der Ovale um etwa die Hälfte des Gefäßes gezogen. Die kleine Standplatte des Fußes ist durch konzentrisch aufgelegte Fäden in derselben Glasfarbe verziert: zwischen zwei dickeren Fäden befinden sich drei sehr dünne.Obwohl der Dekor offenbar besonders bei kelchartigen Gläsern mit Fuß beliebt war, findet sich dieselbe Technik auch auf anderen Gefäßformen wie langhalsigen Flaschen. Er wurde aus der römischen Glastradition übernommen und scheint vor allem in Ägypten im 8. bis 9. Jahrhundert wiederbelebt worden zu sein. Doppelwandige Gefäße wurden in der Antike als Kühlgefäße benutzt. Vermutlich wurde das zur Kugel geblasene Glas durch Ansaugen der Luft der Glaspfeife zu einer doppelwandigen Schale geformt. Das Gefäß hat keine Heftnarbe oder andere technische Bearbeitungsspuren.