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Ident. Nr.: I. 4670

ObjID: obj:1524771

Details (Expert)

Datierung
11./12. Jahrhundert
Datierung engl.: 11th - 12th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Herkunft (Allgemein): Italien,
Land
Herkunft (Allgemein): Sizilien,
Region
Abmessungen
Höhe: 7 cm
Durchmesser: 6,4 cm
Gewicht: circa 450 g geschätzt

Objektbeschreibung

Vollständig erhaltene Schachfigur aus Elfenbein. Der massive zylindrische Stein zeigt wohl eine abstrakte Darstellung des Königs auf einem Elefanten und soll daher den König wiedergeben. Der obere Teil ist zur Hälfte sattelförmig geschnitten und zeigt im Zentrum der zweiten Hälfte einen kleinen plastischen Knopf. Ein Rillendekor verziert die Ausbuchtung und die Hälfte um den Knopf. Verschiedene Muster, die aus konzentrischen Kreisen mit zentralem Punkt bestehen sind zu erkennen. Im unteren Bereich, entlang des Bodenbereichs sind aneinandergereihte, umlaufende konzentrische Kreise mit vier kleinen angesetzten Punktkreisen zu erkennen, die von zwei Perlstabreihen eingefasst werden. Die Kombination von kleinen Punktkreisen und konzentrischen Kreisen ergibt mehrere Motive, dementsprechend kleine und große Kandelaber und zwei Kreuzmotive.
Die Unterseite weist drei Bleieinlagen auf, die dem Stein eine gewisse Schwere verleihen und dadurch auch besseren Halt.
Schachsteine wurden aus verschiedenen Materialien gefertigt, wie z.B. Bergkristall (I.1012) und Holz (I. 1996.3). Schachfiguren mit ähnlichen abstrakten Formen sind in Ländern unter islamischer Herrschaft üblich gewesen.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.