Logo

Ident. Nr.: I. 661

ObjID: obj:1525415

Details (Expert)

Datierung
2. Hälfte 13. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd half of the 13th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Abmessungen
Höhe: 170,5 cm
Breite: 110 cm
Tiefe: 3 cm
Gewicht: ca. 50 kg

Objektbeschreibung

Zweiflügelige geschnitzte Tür aus Nussbaumholz. Beide Türflügel sind oben mit Inschriften und einem geometrischen Flechtwerk in rechteckigen Rahmen verziert. Das Gegenstück zum Inschriftenfries oben bildet unten eine mit Blätterranken besetzte Kassette. Der Flechtdekor setzt sich aus polygonalen Formen zusammen, die jeweils mit durchbrochenen komplexen Blatt- und Blütenformen gefüllt sind. Das Flechtwerk ist so angeordnet, dass sich aus den beiden Türhälften in der Mitte ein zehnstrahliger Stern ergibt, der von einem Kreis aus fünfstrahligen Sternen umgeben ist. Die tief geschnitzte Inschrift befasst sich mit der Vergänglichkeit des Lebens. Den äußeren Rahmen bildet eine schmale Blattranke mit kleinen Blüten und Knospen. Eine aufsteigende Ranke verziert die Schlagleiste. Zudem sind Metallbeschläge aus schmalen Rauten mit Rosetten dazwischen erhalten.
Die Tür stammt wie I. 2672 aus der als Mausoleum genutzten Beyhekim-Moschee in Konya; sie befand sich zwischen der Vorhalle und einer der beiden Grabräume. Die Errichtung des Mausoleums wird dem Leibarzt des seldschukischen Fürsten Kilic Arslan IV. (gestorben 1266) zugeschrieben.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.