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Ident. Nr.: I. 708

ObjID: obj:1525445

Details (Expert)

Datierung
2. Hälfte 13. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd half of the 13th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Syrien,
Land
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Abmessungen
Höhe: 20 cm
Durchmesser: 9,7 cm
Wandungsstärke: ca. 0,2 cm

Objektbeschreibung

Stangenglas aus frei geblasenem farblosem Glas mit weißer, blauer, roter, gelber und grüner Email- und Goldbemalung. Der zylindrische Becher weitet sich leicht zum Rand hin. Der hochgestochene Boden besteht aus zwei Glasschichten, die durch eine innere Kammer getrennt sind.
Der Dekor ist in mehrere Zonen aufgeteilt. Der zentrale Fries weist eine rot konturierte Inschrift auf, die von drei polychromen floralen Medaillons unterbrochen wird. Darüber verläuft ein Fries mit einem blauen Mehrpassband, das vor rot konturiertem goldenem Rankengrund polychromen floralen Dekor umfängt. Goldene Fische sind diagonal am sich leicht weitenden Rand wiedergegeben. Knapp oberhalb des Bodens und unterhalb des Randes verläuft jeweils ein Band mit rot konturierten goldenen Ranken.
Das Glas wurde in Südrussland erworben. Es wurde dort in einem Grab des 14. Jahrhunderts gefunden, was auf einen besonderen Bestattungsbrauch in dieser Region zu dieser Zeit hinweist.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.