Logo

Ident. Nr.: I. 2660

ObjID: obj:1525501

Details (Expert)

Datierung
um 1200
Datierung engl.: c. 1200
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 19,2 cm
Breite: 12,8 cm
Tiefe: 13,5 cm
Erwerbung
1913 Charles Vignier in Paris (Kauf); "angeblich von diesem 1912/13 bei Grabungen in Raghes gefunden" (Inventarkarte; "Raghes" ist Rey, Iran)

Objektbeschreibung

Männlicher Kopf aus Stuck. Der kleine Kopf stammt von einem Stuckrelief, das als Wandschmuck in einem Palastgebäude angebracht war und zu dem vielleicht auch der Kopf I.2660 gehörte. Dargestellt ist ein frontal gesehener Kopf ohne Bart, aber mit glatten langen Haaren, die unter einer spitzen Mütze hervortreten. Die Haare sind in der Mitte gescheitelt und als glatte Zöpfe in den Nacken gelegt. Reste der ursprünglichen farbigen Bemalung haben sich am Gesicht und der Mütze erhalten.
Der Kopf soll bei Ausgrabungen in der nordiranischen Stadt Rayy gefunden worden sein. Er gehörte zur Ausstattung eines seldschukischen Palastes aus dem 12. Jahrhundert. Diese Paläste waren mit figürlichen Stuckreliefs ausgeschmückt.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.