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Ident. Nr.: I. 57/71 a

ObjID: obj:1525522

Details (Expert)

Datierung
10./11. Jahrhundert
Datierung engl.: 10th - 11th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Material / Technik
Gold, getrieben, filigran, granuliert
Abmessungen
Höhe: 8,3 cm
Durchmesser: 2 cm
Gewicht: 11,9 g
Erwerbung
1971 Saeed Motamed (Kauf)

Objektbeschreibung

Getriebener Ohrring aus Gold mit filigranem und granuliertem Dekor. Der Ohrring hat die Form einer Vase, deren Körper durchbrochen gearbeitet ist. Alle Öffnungen sind von Granalien eingefasst und mit Kordeldraht betont. Im oberen Bereich sitzen runde Fassungen für Schmucksteine oder Perlen, von denen nur bei dem Gegenstück I. 57/71 b noch ein Granat erhalten ist. Im unteren Teil sind acht Ösen befestigt, in die Kettchen mit Halbmonden und Tropfen aus doppeltem Goldblech eingehängt sind, mit kleinen Kugeln als unteren Abschluss. An der mittleren Kette ist ein laternenförmiger Anhänger befestigt, dessen Ecken ebenfalls mit kleinen Ringen und eingehängten Kugeln verziert ist. Der Bügel ist separat gearbeitet.
Die Ketten sind in Fuchsschwanztechnik hergestellt, bei der kleine Ringe gebogen, gelötet und dann miteinander verflochten werden.

Letzte Aktualisierung: 01.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.