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Ident. Nr.: I. 528

ObjID: obj:1525525

Details (Expert)

Datierung
Anfang 13. Jahrhundert
Datierung engl.: early 13th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 3,6 cm
Durchmesser: 35,5 cm
Wandungsstärke: ca. 1 cm Boden

Objektbeschreibung

Großer Teller mit geradem gewelltem Rand. Der dichte Dekor zeigt drei sich einander zuwendende Reiter auf galoppierenden Pferden. Unter ihnen ist ein Gewässer mit Fischen zu sehen; um sie herum flattern zahlreiche Vögel, die in spiraligen Ranken wiedergegeben sind. Über ihnen sind zwei fliegende antithetische Genien zu sehen. Alle Figuren sind in reich gemusterte Gewänder gekleidet; auch die Felle der Pferde sowie Sattel- und Zaumzeug sind kleinteilig gemustert.
Um den inneren Rand, auf dem oberen Rand sowie unter dem äußeren Rand sind längere persische Inschriften aufgemalt bzw. aus dem Lüsteruntergrund ausgespart. Nach Lesung von Annemarie Schimmel beziehen sie sich teilweise auf das dargestellte Geschehen, nämlich auf Aufbruch und Abschied.
Die so genannte Lüstermalerei wurde im 9. Jahrhundert im Irak entwickelt. Dafür wird ein Objekt zweifach glasiert und gebrannt, wobei die zweite Glasur Metalloxide enthält, zum Beispiel Kupferpartikel. Diese verbinden sich beim zweiten Brand mit wenig Sauerstoffzufuhr (reduzierender Brand) mit der Glasoberfläche der ersten Glasur und bewirken so den charakteristischen metallischen Schimmer.

Letzte Aktualisierung: 24.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.