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Ident. Nr.: I. 1990.1

ObjID: obj:1528276

Details (Expert)

Datierung
13.8.1509
Datierung engl.: 13.8.1509
hiǧra - dt.: 29. Rabi' II 915
hijra - engl.: 29. Rabi' II 915
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Material / Technik
Holz, geschnitten, geschnitzt, bemalt
Abmessungen
Höhe: 76,5 cm
Breite: 133 cm
Gewicht: ca. 20 kg

Objektbeschreibung

Geschnitztes und ursprünglich bemaltes Tympanon aus dem Bogeneingang eines nicht mehr erhaltenen Mausoleums. Das aus vier Brettern bestehende Bogenfeld ist vollständig mit Inschriften in monumentalem Naschi-Duktus bedeckt. Die fünf horizontalen Zeilen der Hauptinschrift in der Mitte nennen die Stiftung einer Tür für das Mausoleum des Šihāb ad-dīn Kunaiba durch Bībī Saʿādat, der Tochter des Bābā Muḥammad bin Bahman, sowie das Datum 26. Rabi' II 915 H. (13.08.1509). Am Ende erscheint die Signatur des Künstlers Ǧalāl. Der Rahmenfries nennt die Namen der zwölf schiitischen Imame. Vermutlich stammt das Tympanon aus der Gegend von Mazanderan südlich des Kaspischen Meeres.

Letzte Aktualisierung: 07.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.